
Amtrak hat bestätigt, dass seine neuen Airo-Züge nicht rechtzeitig vor Beginn der Männer-Weltmeisterschaft 2026 im pazifischen Nordwesten in Betrieb genommen werden können. Dadurch erhält die Strecke während der Veranstaltung nicht die zusätzliche Kapazität, die erforderlich wäre. Der Fahrplan für diesen Sommer bleibt daher durch den bestehenden Fuhrpark eingeschränkt.
Laura Mason, Executive Vice President von Amtrak, erklärte, dass zwar die Tests der neuen Züge gut vorankämen, das Unternehmen jedoch nicht bereit sei, ungetestete Fahrzeuge vorschnell in den regulären Betrieb zu übernehmen. Sowohl die Züge als auch die Besatzungen müssten vollständig einsatzbereit sein. „Wir haben alle Optionen geprüft, doch es ist entscheidend, dass die Züge betriebsbereit und das Personal ausgebildet ist – deshalb haben wir klargestellt, dass sie für die Weltmeisterschaft nicht verfügbar sein werden“, erläuterte Mason.

Gemäß dem aktualisierten Zeitplan sollen die ersten Airo-Züge Ende des Sommers oder Anfang des Herbstes 2026 auf der Amtrak-Cascades-Strecke in Betrieb gehen. Der neue Zugverband für diese Korridorstrecke umfasst acht Zugkompositionen, zwei neue Lokomotiven und einen Ersatzsteuerwagen; alle diese Fahrzeuge sind Teil des landesweiten Schienenmodernisierungsprogramms von Amtrak, wobei der Nordwestkorridor Priorität bei der Bereitstellung erhält.
Die Passagierinteressengruppe „All Aboard Washington“ äußerte Enttäuschung, zeigte jedoch Verständnis und verwies darauf, dass die landesweite Knappheit an Personenwagen bereits Amtraks Fähigkeit zur Ausweitung der Sommerkapazität eingeschränkt hat. Angesichts der zusätzlichen Nachfrage durch die Weltmeisterschaftsreisen wird erwartet, dass die Belastung des Systems in diesem Sommer besonders hoch sein wird.
