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CAF sichert sich 1,7 Milliarden Euro schweren Auftrag, Belgiens größte je getätigte Zugbestellung

2026-01-12

Der spanische Hersteller CAF hat die größte Zugbestellung der belgischen Geschichte gewonnen und einen Vertrag über 1,7 Milliarden Euro mit den Belgischen Staatsbahnen (SNCB) unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst eine Erstbestellung von 180 Zügen sowie einen Rahmenvertrag über 12 Jahre, der bis zu 380 weitere Fahrzeuge ermöglicht – insgesamt könnten es damit bis zu 560 Züge werden, was einen nationalen Rekord im Bereich Bahnbeschaffung darstellt.

Die ersten Züge sollen 2030 in Betrieb genommen werden und bestehen aus Doppelstockzügen mit 3 und 4 Wagen der Baureihe AM30 EMU sowie aus Einschicht-Zügen mit Batterie-Elektroantrieb des Typs MR30. Alle Züge basieren auf der Civity-Plattform von CAF, die auch Züge für den niederländischen Betreiber NS liefert.

Der Beschaffungsprozess war von erheblichen Wendungen geprägt: Nachdem CAF im März 2025 zum bevorzugten Bieter erklärt worden war, erhoben die Konkurrenten Alstom und Siemens Einspruch. Obwohl das Angebot von CAF nicht das günstigste war, erzielte es die höchste Gesamtpunktzahl. Die SNCB bestätigte im Juli, dass sie mit CAF fortfahren werde, forderte jedoch vom Hersteller eine stärkere lokale Einstellung und Beschaffung sowie die Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechtsstandards.

Nachdem die Einsprüche der Wettbewerber letztlich abgewiesen wurden, hat Alstom mittlerweile angekündigt, seinen Standort in Brügge, Belgien, Mitte 2026 zu schließen und dabei 150 Arbeitsplätze zu streichen.

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