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1,7 Milliarden €! CAF gewinnt den größten jemals vergebenen belgischen Auftrag für Züge

2026-02-05

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Der spanische Schienenfahrzeughersteller CAF hat den bislang größten Zugbeschaffungsauftrag Belgiens gesichert und einen Liefervertrag im Wert von 1,7 Milliarden € mit dem belgischen nationalen Eisenbahnunternehmen SNCB unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird CAF zunächst 180 Züge innerhalb eines 12-jährigen Vertragszeitraums liefern; SNCB hält zudem eine Option auf den Kauf weiterer 380 Einheiten, wodurch sich die potenzielle Gesamtanzahl auf 560 Züge erhöhen könnte – ein neuer Rekord für die Beschaffung von Schienenfahrzeugen in Belgien.

Die erste Zugserie soll ab 2030 in Betrieb gehen und besteht aus Doppelstock-AM30-EMUs mit drei oder vier Wagen sowie einstöckigen batterieelektrischen MR30-Zügen. Alle Modelle basieren auf der Civity-Plattform von CAF, die derzeit ebenfalls Züge an den niederländischen Bahnbetreiber NS liefert.
Der Ausschreibungsprozess für diese Bestellung war von Herausforderungen geprägt. Nachdem CAF im März 2025 als bevorzugter Bieter ausgewählt worden war, erhoben die Wettbewerber Alstom und Siemens Einwände und Rechtsmittel. Obwohl das Angebot von CAF nicht das preisgünstigste war, erzielte es die höchste Gesamtpunktzahl. Die SNCB bestätigte im Juli 2025 ihre Entscheidung, mit CAF fortzufahren, stellte jedoch Anforderungen an CAF hinsichtlich der lokalen Einstellungspolitik und Beschaffung sowie der Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechtsstandards. Letztlich blieben die Rechtsmittel der Wettbewerber erfolglos. Hervorzuheben ist, dass Alstom angekündigt hat, seine Fabrik in Brügge (Belgien) bis Mitte 2026 zu schließen und dabei 150 Stellen abzubauen.

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