
Im Februar 2021 vollendete der Eisenbahnverkehrsgigant Alstom die Übernahme von Bombardier Transportation. Fünf Jahre danach: Wie hat sich diese einst branchenverändernde Fusion entwickelt? Eine Bilanz zeigt, dass es sich nicht nur um eine erfolgreiche strategische Integration handelte, sondern auch um einen Schritt, der die globale Wettbewerbslandschaft im Schienenverkehr nachhaltig verändert hat.
Die ursprüngliche Absicht: Vier strategische Ziele
Alstoms Schritt war durch klare Ziele motiviert: Erstens, einen globalen Konkurrenten aufzubauen, der mit Chinas CRRC konkurrieren kann; zweitens, die finanziell angeschlagene Bombardier Transportation zu retten und die Rentabilität sowie die Risikoresilienz des fusionierten Unternehmens zu stärken; drittens, die Präsenz in Kernmärkten wie Nordamerika und Europa auszubauen; und viertens, Bombardiers hochwertige Schienenfahrzeug-Assets zu einem angemessenen Bewertungsniveau zu erwerben.
Fünf-Jahres-Bilanz: Die Integration übertrifft die Erwartungen
Der fusionierte Alstom hat seine Position als weltweit zweitgrößter Schienenfahrzeughersteller gefestigt und dabei die Lücke zu Wettbewerbern wie Siemens und Wabtec deutlich vergrößert, während er sich hinsichtlich seines Produktportfolios und seiner Fähigkeiten zur Realisierung schlüsselfertiger Projekte kontinuierlich CRRC annähert. Im Jahr 2025 erreichte der Umsatz 18,7 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um 20,5 % gegenüber 2021 – bei verbesserter Profitabilität und einer Rückkehr zu gesunden Nettoverschuldungsquoten. Durch die Integration von Ressourcen und die Nutzung von Marktsynergien hat das Unternehmen bedeutende Aufträge in Nordamerika und Europa gewonnen, wodurch der strategische Nutzen der Übernahme bestätigt wurde.
Fazit: Eine Win-Win-Vision
Die Fusion hat sich sowohl für Alstom als auch für Bombardier als vorteilhaft erwiesen. Alstom zählt nun zur Weltspitze der globalen Schienenfahrzeughersteller, während die Caisse de dépôt et placement du Québec, an der das Unternehmen mit 17,5 % beteiligt ist, stabile langfristige Renditen erzielt hat. Fünf Jahre später erscheint dieser Schritt nicht mehr als Risikowette, sondern als strategische Voraussicht, die sowohl den Branchentrends als auch den eigenen Wachstumsanforderungen des Unternehmens entspricht.