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Kernkraftbetriebene Lokomotiven! Entwickeln zwei russische Industriegiganten sie gemeinsam?

2026-03-19

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Anfang Januar 2026 kündigten die russische Transmashholding und das Kurchatow-Institut ein gemeinsames Projekt zur Entwicklung einer neuen Generation von Zugkraftlokomotiven mit kleinen Kernkraftanlagen an, um eine revolutionäre Energieversorgungslösung für den Schienenverkehr bereitzustellen. Das Projekt sieht vor, ein kompaktes nukleares Dampferzeugungssystem in die Lokomotivplattform zu integrieren, wodurch eine theoretische Reichweite von zehntausenden Kilometern erreicht werden soll. Es eignet sich insbesondere für nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecken und könnte die Effizienz des Fernverkehrs erheblich steigern.

Der F&E-Plan löste jedoch bald Kontroversen aus. Am 19. Januar veröffentlichte TMH eine offizielle Stellungnahme, in der klargestellt wurde, dass nukleargetriebene Lokomotiven derzeit nicht auf der Agenda des Unternehmens stehen, die zugehörige Technologie noch weit von einer praktischen Anwendung entfernt ist und in dieser Hinsicht keine formale Entscheidung getroffen wurde. Das Unternehmen zog zudem die frühere Aussage des CEO Kirill Lipa auf einem Forum bezüglich des Starts einer solchen Entwicklung zurück.

Nukleargetriebene Lokomotiven sind kein völlig neues Konzept. Die Sowjetunion entwickelte in den 1980er-Jahren eine Schnellneutronenreaktor-Lokomotive für ein eisenbahnbasiertes Raketensystem, die später aufgrund internationaler Verträge eingestellt wurde. Das erneute Interesse ist weitgehend auf Fortschritte bei der Technologie kleiner modularer Reaktoren zurückzuführen, die sich hinsichtlich Größe, Gewicht und Sicherheit deutlich verbessert haben und damit neue Möglichkeiten für den Einsatz nuklearer Energie im Schienenverkehr eröffnen.

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