
Der polnische Schienenfahrzeughersteller Pesa hat einen entscheidenden Zuschuss in Höhe von 36,1 Millionen PLN (ca. 8,6 Millionen Euro) vom Nationalen Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (NFOŚiGW) erhalten, um die Entwicklung eines Prototyps eines Wasserstoff-Hybridzugs voranzutreiben. Die Auszahlung der Fördermittel ist bis Juni geplant, wobei der Prototyp ebenfalls in diesem Zeitraum fertiggestellt werden soll.
Pesa hat mit dem NFOŚiGW offiziell die Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet und die Mittel gezielt für die Forschung und Entwicklung eines zweiteiligen Hybridzugs vorgesehen, der Wasserstoffbrennstoffzellen, Oberleitungsstrom und Batteriestrom integriert. Die Gesamtkosten des Projekts übersteigen 108 Millionen PLN (ca. 25 Millionen Euro); den verbleibenden Betrag finanziert das Unternehmen selbst, zusätzlich zum staatlichen Zuschuss.
Es ist bemerkenswert, dass die Unterzeichnung dieser Vereinbarung bereits vor einem Jahr geplant war, sich jedoch verzögerte, nachdem die Europäische Kommission ein Jahr lang untersucht hatte, ob die staatliche Beihilfe eine rechtswidrige Unterstützung für Pesa darstellte. Die Vereinbarung wurde erst nach der Bestätigung der Kommission hinsichtlich ihrer Rechtmäßigkeit abgeschlossen. Zudem sicherte sich Pesa Ende 2025 erfolgreich 1,6 Milliarden Euro an Finanzmitteln, um die Produktionskapazität auszubauen, neue Aufträge zu gewinnen und verschiedene F&E-Projekte voranzutreiben – eine solide finanzielle Grundlage für diese Wasserstoffzug-Initiative.
