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Siemens: Geringe Nachfrage nach wasserstoffbetriebenen Zügen in Europa, Batterien sind die optimale Lösung

2025-12-26

Michael Peter, Präsident von Siemens Mobility, erklärte kürzlich in einem Interview mit der Polnischen Presseagentur, dass der europäische Markt nur eine begrenzte Nachfrage nach wasserstoffbetriebenen Zügen aufweise, während in den Vereinigten Staaten aufgrund niedriger Elektrifizierungsraten im Schienenverkehr ein größeres Marktpotenzial für Wasserstoff bestehe.

Peter betonte, dass Batterien derzeit die beste Wahl für europäische Züge darstellen. Rund 60 % der Eisenbahnstrecken in Polen und Deutschland sind bereits elektrifiziert. Die batterieelektrischen Züge von Siemens, wie beispielsweise der Mireo Plus B, können bis zu 150 Kilometer ohne Oberleitung zurücklegen. Diese Züge funktionieren ähnlich wie Hybridfahrzeuge: Sie können unter Oberleitung starten, ihre Batterien während der Fahrt aufladen und anschließend nicht elektrifizierte Streckenabschnitte bewältigen. Der entscheidende Vorteil liegt in der Energieeffizienz: Batterien sind viermal effizienter als Wasserstoff. Wasserstoffzüge benötigen Strom zur Erzeugung von Wasserstoff, der anschließend über Brennstoffzellen wieder in Strom umgewandelt wird – ein Prozess, bei dem etwa 75 % Energieverlust entstehen, während Batterien solche Verluste nicht aufweisen.

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Er betonte, dass der Wasserstoffantrieb in Europa nur für spezifische Szenarien mit vollständig nicht elektrifizierten Strecken geeignet ist. Zwar ist es lobenswert, dass Europa diverse Technologien erprobt, doch die Batterietechnologie bleibt in der Praxis effizienter.

Aus Kostensicht teilt sich die Gesamtlebenszykluskosten von Zügen gleichmäßig auf Anschaffung, Energieverbrauch und Wartung auf. Die Energiekosten des Wasserstoffantriebs sind viermal so hoch wie die der Batterien, was die Gesamtbetriebskosten verdoppeln und letztendlich zu deutlich höheren Ticketpreisen führen würde.

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Im Gegensatz dazu könnte die Vereinigten Staaten, bei denen nur 3 % der Eisenbahnen elektrifiziert sind, Wasserstoffantriebe für Güterstrecken oder abgelegene Gebiete kostengünstiger finden. Das aktuelle Produktportfolio von Siemens umfasst den wasserstoffbetriebenen Mireo Plus H und zwei batterieelektrische Modelle. Der strategische Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Entwicklung hocheffizienter Züge auf einer leichten Aluminiumplattform, in die sowohl Batterie- als auch Wasserstoffmodule integriert werden, sodass Betreiber je nach ihren Anforderungen das Antriebssystem auswählen können.

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