Der britische Betreiber der Ostküsten-Hauptstrecke, LNER, hat offiziell seinen neuen Fernzug „Serenza“ (Baureihe 897) vorgestellt. Der Zug wurde von CAF hergestellt und von Porterbrook finanziert und soll in den kommenden Jahren in Betrieb genommen werden, um LNER bei der Bewältigung der steigenden Fahrgastnachfrage zu unterstützen – im Geschäftsjahr 2024–2025 lag die jährliche Fahrgastzahl bei über 24 Millionen.
Serenza wird die erste völlig neue Fahrzeugflotte sein, die seit der Gründung von Great British Railways (GBR) eingeführt wird, und wird vollständig das GBR-Branding übernehmen. Der Name setzt sich aus dem englischen Wort „serene“ („ruhig“) und einer spanisch geprägten Endung zusammen und vermittelt Modernität sowie Dynamik. Als erster langstreckiger Dreimodus-Fernzug des Vereinigten Königreichs kann Serenza sowohl mit Oberleitungstrom, Diesel- als auch Batterieantrieb betrieben werden und bietet damit sowohl eine lückenlose Streckenabdeckung als auch geringere Emissionen.
Der Innenraum steht im Zeichen von Komfort, Benutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit und bietet 569 Sitze, verbesserte Sitzgelegenheiten, HD-Informationsschirme, mehrere Wasser-Auffüllstationen sowie erweiterte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Zu den Barrierefreiheitsmerkmalen zählen ein neu gestalteter Tisch für Rollstuhlfahrer, Platz für Assistenzhunde, Sitznummern in Brailleschrift sowie verbesserte Toilettenanlagen. Jeder Sitz ist mit Ladeanschlüssen ausgestattet, und an Bord steht eine Café-Bar zur Verfügung.
Serenza wird schrittweise die knapp 40 Jahre alte InterCity-225-Flotte ersetzen. Da das Design nun nahe der endgültigen Ausgestaltung ist, stellt der Zug einen bedeutenden Fortschritt bei der Modernisierung und dem grünen Übergang des britischen Schienenverkehrs dar.




