Alle Kategorien

Nachrichten

Startseite >  Nachrichten

Warnung! Die europäische Schienenverkehrslieferkette droht ihre globale Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren

2026-01-31

1(f5076f590a).jpg

Am 28. Januar warnte der Europäische Verband der Schienenfahrzeug-Zulieferindustrie (UNIFE) auf dem Europäischen Schienenforum im Europäischen Parlament in Brüssel eindringlich: Sollte die Europäische Union ihre gemeinsamen Eisenbahnforschungsprogramme nicht weiter finanzieren, droht der europäischen Schienenfahrzeug-Zulieferkette ein erhebliches Risiko, ihre globale Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.

UNIFE betonte, dass zwar aktuelle EU-Politiken stark auf industrielle Wettbewerbsfähigkeit und strategische Autonomie abstellen, doch würde eine Finanzierungslücke nach Abschluss des bestehenden Programms „Europe’s Rail Joint Undertaking“ Europas Position in der globalen Schienenindustrie schwer beeinträchtigen. Im Vergleich zu einigen Nicht-EU-Ländern, die ihren heimischen Schienenfahrzeugherstellern nachhaltige staatliche Unterstützung gewähren, um deren Produktion zu stärken, ist Europa auf öffentlich-private Forschungspartnerschaften auf EU-Ebene angewiesen, um seine technologische Führungsrolle im Schienenbereich zu bewahren.

Um diese Herausforderung anzugehen, schlug UNIFE einen klaren Finanzierungsrahmen vor: rund 3 Milliarden Euro aus dem nächsten EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm (FP10, 2028–2034) sowie bis zu 15 Milliarden Euro aus dem Europäischen Wettbewerbsfähigkeitstreuhandfonds, die der großflächigen Vorvermarktung ausgereifter Schienentechnologien gewidmet sind. Die Gesamtfinanzierung würde sich auf 18 Milliarden Euro belaufen. Diese Initiative zielt darauf ab, den Übergang innovativer Schienentechnologien von der Forschungsphase zur breiten Anwendung im europäischen Schienennetz zu beschleunigen.

2(001e1042d7).jpg

Bemerkenswerterweise haben frühere, von der EU finanzierte Eisenbahnforschungsprojekte wichtige Ergebnisse hervorgebracht, darunter Kerntechnologien wie das zukünftige Eisenbahn-Mobilkommunikationssystem (FRMCS) und die digitale automatische Kupplung (DAC). FRMCS wird die Einführung drahtloser Kommunikationssysteme der nächsten Generation vorantreiben, um die derzeitige GSM-R-Technologie zu ersetzen, während DAC darauf ausgelegt ist, Automatisierung und Transporteffizienz im Schienengüterverkehr zu verbessern. Diese Technologien bilden eine entscheidende Grundlage für Europas Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Eisenbahnmarkt.

Das Forum versammelte Vertreter verschiedener EU-Institutionen, darunter Mitglieder des Europäischen Parlaments, Beamte aus dem Büro der EU-Kommissarin für nachhaltigen Verkehr und Tourismus sowie der Exekutivdirektor der gemeinsamen europäischen Initiative „Europe’s Rail“. UNIFE betonte, dass die europäische Eisenbahnlieferkette rund 650.000 Arbeitsplätze in Schlüsselsektoren wie der Herstellung von Schienenfahrzeugen, Signalanlagen und der Lieferung von Bahnausrüstung unterstützt. Nur durch eine fortgesetzte Investition in Forschung, Entwicklung und den Einsatz von Technologien kann die Branche ihre Lebendigkeit bewahren und Europas langfristige Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Eisenbahnmärkten sicherstellen.

Kostenloses Angebot anfordern

Unser Vertreter wird sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen.
E-Mail
Name
Firmenname
Nachricht
0/1000